Schweizerische Gruppenmeisterschaft (SGM):



Schlussrunde SGM: Letztes Spiel als SC Wasseramt. Gegen Jura unterliegt das Team hauchdünn mit 2.5 : 1.5

In der Schlussrunde war nun die "Familie Jöri verstärkt" im Einsatz, nachdem die Runde zuvor die "Familie Doric Plus" sich ans Brett gesetzt hatte. Eine Reise in den Jura hat durchaus ihren Reiz und so freute man sich auf die letzte Runde als SC-Wasseramt gegen das Team "Jura" antreten zu dürfen. 

Alle waren gewillt alles bzw. noch etwa mehr zu geben und auf diese Art noch ein paar Brettpunkte in die Kantonshauptstadt zu entführen. Da die Teams auch Tabellennachbarn waren, durfte man sich auf einen spannenden Match freuen. Unsere nominelle Nr. 1 Kurt (1760) erwischte nicht den besten Tag und remisierte gegen David Nicolet (1433). In einer auf dem Papier sehr ausgeglichenen Partie unterlag am Brett 2 Benjamin Jöri (1566) gegen den erfahrenen Teamcapitän Joseph Ackermann (1520). Da Gerri Jöri (1290) sich als Gentleman entpuppte und seiner Antipodin Judith Pellegrini (1384) den Sieg überliess, war der Triumpf von Sami Jöri (1444) gegen Willy Houriet (1422) am Brett 4 nur noch Resultatkosmetik. Wieder einmal unterlag man knapp dem Gegner.

Rückblickend wurde das Saisonziel vielleicht punktemässig nicht ganz erreicht, aber es kamen insgesamt 13 Spieler (9 Junioren spielten 20 Partien, 4 Erwachsene 4 Partien) zum Einsatz welche viel Erfahrung sammeln konnten. Die 50% Marke erreichten Sämi Jöri, Josip Doric und Tim Hofer bei den Junioren und bei den Erwachsenen Kurt Späti, Dora Doric und Alex Schiendorfer.

Das nächste Jahr werden wir wieder mit ein oder zwei Teams antreten. Vermutlich aber in der nationalen Jugendmeisterschaft. Mein Respekt gehört den Junioren. Es ist nicht einfach gegen Erwachsene anzutreten und zu wissen, dass die oft besonders motiviert zur Sache gehen. Mein Dank gehört den Begleitern, Dora, Kurt und Gerri. Sie haben dafür gesorgt, dass die Teams immer sicher ankamen und komplettierten bei Bedarf die Mannschaft. Und natürlich geht ein Dank an die Eltern welche schon Druckstellen an den Daumen aufweisen.  

Alexander Schiendorfer, 20.04.2010



6. Runde SGM: Letztes Heimspiel unter der Flagge des SC Wasseramt: Ehrenvolles 1:3 gegen Gruppenfavorit Wolfwil

In der sechsten Runde trat die "Familie Doric verstärt" an. Nachdem der Gegner mit einer halben Stunde Verspätung eintraf, waren alle Spieler schon etwas "geladen". Obwohl auf der Wolfwilerseite alle schon etwas unter Zeitdruck standen, muss das nicht unbedingt ein Nachteil sein, wenn der Gegner zu sehr auf Zeit spielen will. 

An Brettern waren wir gewillt, die Stellungen kompliziert zu halten, um so den Gegner weiter unter Zeitdruck zu bringen. Alex (1773) musste aber trotzdem das Reminsangebot von Bruno Bosco (1835) noch knapp vor dessen Zeitnotphase annehmen. Die Fortsetzung wäre zu unklar gewesen und in der letzten Zeit hat Alex gleich mehrere Remisangebote abgelehnt, um dann die Stellungen zu überziehen. So stand es 0.5 : 0.5. Fast zeitgleich endeten die beiden Partien Nr. 3 und 4. Josip (1548) hatte zwar ausgeglichenes Material. Sein Gegner Roger Brunner (1782) beherrschte aber 3/4 des Brett inklusive der offenen Linie. Die Truppen marschierten wie bei einem Defile ein. Da war nichts mehr zu machen. 0.5 : 1.5. Suzane (1487) kam gegen Thomas Ackermann (1572) in ein Turmendspiel mit einem Bauern weniger. Das wäre wohl noch spielbar gewesen. Leider war die Fortsetzung zu ungenau und somit hiess es 0.5 : 2.5. Dora (1565) am zweiten Brett gegen Slavoljub Andjelkovic (1796) hatte sich eine sichere Stellung verschafft, welche kaum zu knacken war. Sein Gegner war den auch mit dem Remis zufrieden was zum 1 : 3 Endstand führte.

Als wichtigste Lehre aus der Runde lässt sich ziehen, dass es äusserst wichtig ist die Konzentration auf den Spielbeginn aufzubauen. Wenn die Partien mit 30 Min Verspätung starten ist das gar nicht einfach. 

Alexander Schiendorfer, 06.03.2010



4. Runde SGM: Fehlstart im neuen Jahr mit einem 0:4 gegen Langenthal

In der vierten Runde mussten wir diverse personelle Umstellungen vornehmen und erst wenige Stunden vor Spielbeginn waren wir komplett. Anstelle eines routinierten Teams spielte an diesem Samstag dann die wohl jüngste Auswahl aller rund 200 SGM-Teams überhaupt. Die Langenthaler waren mit drei Spielern um die 20 Jahre zwar auch nicht gerade ein Altherrenteam, aber trotzdem routinierter und richtig heiss auf den Match.  

Für einmal hatten wir einen völligen Fehlstart zu verzeichnen. Lars (0) war bei seinem ersten Einsatz so nervös, dass er es kaum fertig brachte seine Züge korrekt aufzuschreiben. Trotzdem machte er seine Sache ordentlich, blieb so gut es ging konzentriert und zeigte eine ansprechende Leistung gegen Nicola Belfanti (1479). Damit braucht Lars noch eine Partie um in die Eloliste aufgenommen zu werden. Eine leise Entäuschung war die Partie von Sämi Jöri (1395) gegen Philipp Zappa (1692). Sämi liess sich in der Eröffnung taktisch überraschen und wurde vom Zappa-Schnellzug überrollt. Dann zeigte Sämi aber auch eine ganz wichtige Eigenschaft, denn er liess nicht locker und suchte dennoch nach Lösungen! Schliesslich kann man immer hoffen, dass der Gegner noch Fehler macht. Das geht aber nur wenn man noch alles versucht! Trotzdem waren wir schnell 0:2 im Rückstand. Als dritten ewischte es Samuel Krebs (1350) gegen Lilian Geiser (1515). Sämi von einer Erkältung geschwächt, startete gut in die Eröffnung. Aber dann lief er im Mittelspiel in eine klassische und leicht abzuwehrende Gabel. Das zeigt, dass man in der ganzen Partie nicht einen Augenblick nachlassen darf. Danach war auch für Samuel nichts mehr möglich. Am längsten und ebenfalls eine sehr lehrreiche Partie spielte Beni (1556) gegen den einzigen wirklich älteren Spieler Georges Leist (1685). Lehrreich deswegen, weil es jungen Spielern gerne passiert, dass sie sich mit kleinen Vorteilen nicht zufrieden geben. Leider tauschte Beni nicht früh genug die schweren Figuren ab. So hätte er die offene Linie monopolisieren können. Ein eben kleiner, aber doch klarer Vorteil. Anstelle dessen überliess er das Spieldiktat und das Zentrum immer mehr dem Gegner. Am Schluss gelang es seinem Gegenspieler den letzten Figurenabtausch so zu erzwingen, dass auf eben dieser ominösen Linie ein gedeckter Freibauer entstand. So war dann das Schlussresultat trotz harter Gegenwehr perfekt. Vielleicht ist das zu Null zu hart ausgefallen, aber schlussendlich haben wir heute unser Potential nicht voll ausschöpfen können. Das können wir besser und werden es beim nächsten mal auch besser machen!

Alexander Schiendorfer, 09.01.2010



3. Runde SGM: Ein etwas routinierteres Grenchen gewinnt einen spannenden Match mit 1:3

In der dritten Runde traten unsere Junioren erstmals auswärts an. Nachdem Lars passen musste, stand Tim im Aufgebot. Der Gegner aus Grenchen war auf dem Papier etwa gleich stark, aber rund 3x so alt wir unsere Auswahl. Diese Routine spürte man dann auch am Brett. Wir gingen aber mit einer Top Einstellung und viel Zuversicht in das Match und wollten unbedingt gute Partien spielen.  

Alle unsere Akteure kamen von ordentlich (Beni) über ausgeglichen (Thomas, Sämi) bis gut (Tim) aus der Eröffnung und zeigten sich in dieser Phase von einer konzentrierten Seite und nutzten ihre Zeit gut aus. Das lies das Herz von Eltern höher schlagen und der Coachs nam es zufrieden zur Kenntnis.

Nach der Eröffung kamen leider die Gebrüder Jöri fast zeitgleich ins straucheln. Beni (1556) gegen Pius Wespi (1456) verlor eine Figur, allerdings gegen zwei verbundene Freibauern. Ein Meisterspieler hätte das wahrscheinlich nutzen können, doch jungen Spielern fehlt in solchen Konstellationen einfach noch an Erfahrung. So musste Beni dann die Niederlage eingestehen. 0:1. Nur Minuten später gratulierte Sämi (1395) Thomas vom Brocke (1351). In interessanter Stellung übersah Sämi ein Abzugsschach, was zu Damenverlust führte. Da war trotz gutem Willen nichts mehr zu machen. Wir lagen 0:2 zurück, aber trotzdem noch nicht hoffnungslos im Hintertreffen. Das Team durfte weiter hoffen, denn Tim und Struppi... äh Thomas hatten noch gute Chancen auf einen Gewinn. Tim (1350) war für sein Temparment gemütlich in die Partie gestartet. Seine Gegnerin Anita Berchthold (0) sprach allerdings vom jungen Draufgänger. Seinen Entwicklungsvorsprung baute Tim permanent aus, so dass er sich bald schon auf der fünften und sechten Linie festsetzen konnte, was es seiner Gegnerin verunmöglichte alle Figuren zu entwickeln. Auch wenn er am Schluss die komplizierte und gefährliche Variante wählte als die einfache und sichere, so war der Sieg ungefährdet und bestätigte seine Fortschritte. 1:2 Nun lag es am Teamleader Thomas (1628) die Kastanien aus dem Feuer zu holen. Er stand gegen Paul Lüdi (1673) etwas gedrückt. Da aber die Bauernstruktur von Thomas etwas besser war und hätte ein Generalabtausch der Schwerfiguren ihn wohl in Vorteil gebracht. Leider wählte er den Damentausch in einem unglücklichen Moment und er wurde sofort überspielt. Variante B wäre das Schlagen eines Zentrumsbauern gewesen, der wohl entscheidende Vorteile gebracht hätte... So wurden wir schlussendlich mit einem Fehlzug um das Mannschaftsremis gebracht. Trotzdem dürfen alle vier Spieler zufrieden sein, denn Kampfgeist und Konzentration stimmten.

Alexander Schiendorfer, 12.12.2009



2. Runde SGM: Trotz gutem Spiel: 1:3 Niederlage gegen SK Biel

In der zweiten Runde trat unser Nachwuchs erneut mit Heimvorteil an. Diesmal ging es mit einer völlig neuen Auswahl gegen die starke Mannschaft des SK Biel. Da diese in der ersten Runde Spielfrei hatten, waren es schwer abschätzbar, wie stark das Team war. 

Tim Hofer (1350) spielte am 2. Brett gegen den erfahrenen Ungarn Lazlo Tolnay (1722). Vielleicht etwas übermotiviert legte Tim wie die Feuerwehr los in der Hoffnung den 100 Meter Lauf zu gewinnen. Leider schlichen sich einige Fehler ins Spiel ein. Mannschaftsdienlich spielte Tim tapfer weiter, denn eine schnelle Aufgabe ist nichts für die Psyche der Mannschaftskollegen. Nach dem 0:1 kam dann ein erstes Lebenszeichen unserer Mannschaft. Samuel Krebs (1350) hatte am 3. Brett gegen Hansjörg Meier (1446) keck ein Scheinopfer aufgetischt und konnte nach dem materiellen Rückgewinn stolz auf sein Läuferpaar und Initiative auf dem Brett schauen. Leider fehlt Samuel noch etwas die Ausdauer und nach 2 Std unterlief ihm ein Fehler welcher ihn um den verdienten Lohn brachte. So blieben noch die Geschwister Doric. Suzana (1493) zeigte eine solide Leistung gegen Tim Boner (1749) kam aber schlussendlich mit zwei Minusbauern ins Turmendspiel und spielte da etwas zu passiv. Der 0:3 Zwischenstand spiegelte den Verlauf sehr schlecht. Es hätte -zugegeben mit etwas Glück- auch 1 ½ zu 1 ½ lauten können. Josip (1523) dominierte am Spitzenbrett derweil seinen Gegner. Schnürte ihn ein, verhinderte die Rochade holte sich Material ohne etwas riskieren zu müssen. Irgendwann musste Max Schnyder (1668) die Hoffnung begraben, dass unsere Nr. 1 heute noch einen groben Schnitzer macht. Damit lautete das Schlussresultat 1:3. Ein ehrenvolles Abschneiden, aber… heute hätten wir etwas mehr verdient gehabt.  

Alexander Schiendorfer, 21.11.2009



1. Runde SGM: Gutes 2:2 gegen HSK Solothurn

In der ersten Runde traf die Juniorenauswahl in der 3. Liga SGM auf das erfahrene HSK Solothurn. Wir können uns bereits über ein Unentschieden freuen. Nachdem der Gegner nur zu Dritt angetreten war, durften wir uns aber sogar Hoffnungen auf einen Sieg machen.

 Samuel Jöri (1378 Elo) holte den FF-Punkt 1:0 am vierten Brett. Einerseits freute es Sämi natürlich, was den guten Zusammenhalt in der Mannschaft dokumentiert, anderseits ist es auch schade, dass unser Jüngster nicht spielen konnte. Es geht in der Juniorenmannschaft darum, Erfahrungen zu sammeln. Dominik (1345 Elo) bekam es mit Vitomir Jedrinovic (1803 Elo) zu tun. Leider lag da nicht viel drin und Dominik stand schon früh kritisch. Vitomir hat in den letzten Jahren starke Fortschritte gemacht und so verwunderte das nicht. Inbesondere merkt man Dominik derzeit auch die mangelnde Spielpraxis an. So stand es schon bald 1:1. Die Partie von Benjamin (1537 Elo) gegen Franjic Ivo (1474 Elo) war dann schon viel ausgelichener und endete mit einem logischen Remis. Das erste Brett musste entscheiden. Thomas (1628 Elo) unser erfahrenste Spieler, hatte sich Materialvorteil gegen Josip Brbot (1770 Elo) geschaffen und obwohl er das Material wieder abgab, stand Tom auch nach 4 Std Spielzeit aktiver. Leider reichte es nicht zum vollen Punkt, aber das Remis sicherte uns ein eindrückliches 2:2.

Damit setzten wir den guten Lauf der letzten Saison vor, wo wir auf dem 3. Schlussrang landeten. 

Alexander Schiendorfer, 7.11.2009